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Kinder stehen immer mehr unter Stress

Jugendforschung

Kinder stehen nach Ansicht von Experten zunehmend unter psychologischem Stress. Die Jüngsten wachsen heute wie "kleine Erwachsene" auf, sagte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes (DKHW), Thomas Krüger, am Mittwoch in Berlin. So werde der Alltag der Kleinsten häufig vom Terminkalender bestimmt. So werde die Phase der Kindheit werde immer kürzer, erläuterte der Bielefelder Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Die Ablösung vom Elternhaus beginne heute bereits mit zehn Jahren. Im gleichen Alter fingen viele Kinder mit dem Alkohol- und Zigarettenkonsum an. "Das hat sich erheblich nach vorne verlagert", betonte Hurrelmann. Wegen des gestiegenen Psychostresses griffen die Jüngsten auch häufiger zu Beruhigungsmitteln.

Auch Konflikte der Eltern - etwa bei Scheidungen - bekämen Kinder oft hautnah mit. Fernsehen, Internet und andere Medien würden von ihnen ungefiltert konsumiert.

So nehme ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen Medikamente. 25 Prozent litten an Allergien.

Krüger forderte von der Politik, mehr für die Jüngsten in der Gesellschaft zu tun. So sollten Kinder gemäß der

UN-Kinderrechtskonvention an allen sie betreffenden Fragen beteiligt werden. Zudem müsse ein Bundesbeauftragter für Kinderrechte eingerichtet, Kinderparlamente gegründet und Kinderbüros eröffnet werden. Bislang habe sich die Politik auf Bund-, Länder und Gemeindeebene nicht besonders für die Belange der Kleinsten interessiert. "Kinder haben keine Lobby", beklagte Krüger.

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