Afghanistan-Einsatz

Neue Hinweise auf technischen Defekt bei Hubschrauber-Absturz

Ein technischer Defekt als Ursache für den Absturz des Bundeswehrhubschraubers bei Kabul wird immer wahrscheinlicher. Der Kommandeur der deutschen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, Brigadegeneral Werner Freers, sagte am Freitag im Südwestrundfunk (SWR), hierfür gebe es "gewisse Hinweise". Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sei der Hubschrauber nicht beschossen worden. Mögliche Mängel in der Ausrüstung will Freers als Erklärung für das Unglück, bei dem sieben Bundeswehrsoldaten ums Leben kamen, ebenfalls nicht gelten lassen. "An diesem Hubschrauber ist nichts, was dreht und sich bewegt, was alt ist. Und hinzu kommt noch: Wir haben gute Besatzungen, hervorragende Techniker", betonte Freers.

Der Brigadegeneral sagte weiter, den 1280 deutschen Soldaten in Kabul stünden zur Verarbeitung des Schocks Psychologen zur Seite. Freers unterstrich die Anteilnahme der Soldaten anderer Nationen und auch der afghanischen Bevölkerung. Das Sicherheitsrisiko für die ISAF ist nach Einschätzung des Brigadegenerals außerhalb Kabuls deutlich höher. Es gebe hier Hinweise, dass sich Clans und Rest-Taliban neu organisieren.

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