Tschetschenien

Taz berichtet über Greuel der russischen Besatzer gegen Tschetschenen

In einer Reportage von den sogenannten „Säuberungen“ im Ort Awtury beschreibt der Korrespondent: „Bei der Suche nach vermeintlichen Rebellen lässt sich das Militär nicht auf die Finger schauen. Denn diese Finger rauben, quälen, morden, stehlen, erniedrigen und vergewaltigen - ungestraft, im Namen des Antiterrors.“ Die Gegend um Awtury nennen Einheimische Todeszone. Wegen der nahen Berge, die den Rebellen als Rückzugsort dienen, finden dort ständig Säuberungen statt. Außerdem, so flüstert man, operiere in der Gegend eine Todesschwadron, die SSG 1.

Selbst Vertreter des Menschenrechtsbeauftragten des russischen Präsidenten in Tschetschenien beklagten, dass allein in Atschkoi seien in den letzten zehn Monaten 32 Menschen spurlos verschwunden seien, drei Mal so viel wie im Vorjahr. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer: Wer melde schon Verschleppte einer russischen Behörde?

Selbst Tschetschenen, die den islamistischen Staat ablehnten und sich über den Einmarsch der Russen gefreut hatten, sähen keine Hoffnung mehr: "Was wir auch tun, die Russen machen mit ihren Mordkommandos alles zunichte." Sie hätten nämlich gar kein Interesse daran, dass wieder Frieden und Ordnung einkehren., wird ein Polizist zitiert. In einem zweiten Artikel der taz wird eine der Geiselnehmerinnen aus dem Moskauer Musical-Theater "Nordwest" porträtiert.

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