Krieg gegen den Irak
US-Armee nutzt Spanien und Portugal als Militärbasen gegen den Irak
"Wir gehen davon aus, dass wir spätestens im März nächsten Jahres den Irak angreifen werden", sagte ein für den Nachschub zuständiger hoher US- Offizier der Nachrichtenagentur ddp auf der Rota-Basis. Die Stützpunkte sind für Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten im Nahen und Mittleren Osten von größter Bedeutung. In Rota lagern mittlerweile über 50 000 Tonnen Treibstoff. Hier "drängeln" sich Marineschiffe, Tankflugzeuge, Jagdflieger und Bomber.
Auch das amerikanische CIA arbeitet bei der Beschaffung von Informationen über die islamistischen Terroristen eng mit dem spanischen Geheimdienst Cesid (Centro Superior de Informacion de Defensa) zusammen. "Wir unterhalten schon seit langem gute Beziehungen zu einigen wichtigen Diensten in der arabischen Welt", erläuterte ein Cesid-Mann. Ein "Zeichen an der Wand", wie brisant die Lage ist, zeigt die Entscheidung von mehreren spanischen Zeitungen auf, jetzt Sonderkorrespondenten nach Bagdad zu schicken.
Ministerpräsident Jose Maria Aznar hatte mehrmals erklärt, Spanien werde "Seite an Seite" mit den Vereinigten Staaten gegen den Terrorismus kämpfen und gegen Staaten, die ihn unterstützen. Verbindungen zwischen arabischen Terroristengruppen mit der baskischen Untergrundorganisation ETA konnten bisher nicht nachgewiesen werden. "Wir haben allerdings bereits Anhaltspunkte dafür", war aus dem Cesid zu hören.
Auch Portugal hat den Amerikanern die Nutzung einer Militärbase auf den Azoren erlaubt. Die zu Portugal gehörenden Azoren sind auf Grund ihrer Lage mitten im Atlantik für Militärmaschinen vor allem als Zwischenstation zum Auftanken von größter Bedeutung. Der Stützpunkt liegt bei Lajes auf der Azoren-Insel Terceira. Die Amerikaner müssen jedoch in Lissabon die Erlaubnis einholen, wenn sie den Stützpunkt in einem kriegerischen Konflikt mit dem Irak nutzen wollen.
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Am 03. Dez. 2002 unter:
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