Weltbevölkerungsbericht 2002
Bevölkerungswachstum hemmt Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern
"Investitionen in Gesundheit und Familienplanung sind unverzichtbar, um die Armut zu beenden", fordert DSW-Geschäftsführer Dr. Hans Fleisch. "Armutsbekämpfung in den ärmsten Ländern kann nur erfolgreich sein, wenn sich das Bevölkerungswachstum verlangsamt." Länder, die in der Vergangenheit in Gesundheit und Familienplanung investiert haben, verzeichnen heute ein geringeres Bevölkerungswachstum und haben sich wirtschaftlich besser entwickelt als Länder, die nicht in Gesundheit investiert haben, so der UNFPA-Bericht.
Fast ein Drittel des weltweiten Fertilitätsrückgangs zwischen 1972 und 1994 ist auf Familienplanungsprogramme zurückzuführen. Wenn arme Familien in Entwicklungsländern viele Kinder haben, steht pro Kopf oft weniger an ohnehin knappen Ressourcen zur Verfügung. Aufgrund der höheren Konsum-Ausgaben können diese Familien weniger Rücklagen bilden und weniger in die Gesundheit und Bildung ihrer Kinder investieren. Menschen, deren Gesundheit von Kindheit an beeinträchtigt wurde und die nur wenig Bildung erwerben konnten, haben auch im Erwachsenenalter kaum Chancen, ihrer Armut zu entkommen.
Investitionen in die Gesundheit, insbesondere von Frauen, trügen daher wesentlich zur Armutsbekämpfung bei. In Entwicklungsländern stellen Gesundheitsprobleme rund um Sexualität und Fortpflanzung, insbesondere jedoch Schwangerschaft und Geburt, ein Fünftel aller gesundheitlichen Probleme dar.
1980 waren 18,9 Prozent der Weltbevölkerung absolut arm, d.h. fast jeder Fünfte musste mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auskommen. Wäre die Fertilität im Laufe der 1980er Jahre in allen Ländern um nur etwa 0,5 Prozent zusätzlich zurückgegangen, wie es in vielen Ländern Asiens der Fall war, wäre nach UN-Schätzungen die weltweite Armut um ein Drittel gesunken - auf heute 12,6 Prozent, also rund ein Achtel der Weltbevölkerung.
Bereits 1994 hat sich die Weltgemeinschaft auf der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz auf das Ziel geeinigt, Gesundheitsversorgung rund um Verhütung, Schwangerschaft und Geburt allgemein zugänglich zu machen.
Von diesem Ziel sind viele der ärmsten Länder noch weit entfernt - auch weil die Geberländer ihren finanziellen Verpflichtungen bislang nicht nachkommen. Im Jahr 2000 haben die Industrieländer weniger als die Hälfte der 1994 zugesagten Mittel für diese Bereich zur Verfügung gestellt.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 03. Dez. 2002 unter:
politikStichworte:
« BUND warnt vor Bahnstrecke durch Vogelschutzgebiete
Eichels Steuergesetze »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
