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Vier von elf Europäischen Solarpreisen gehen nach Deutschland

Solarpreis

Bundespräsident Rau zeichnet am Mittwoch die Energieagentur Nordrhein-Westfalen für ihre "Öffentlichkeitsarbeit im Bereich erneuerbare Energien" aus. Vier von elf der Europäischen Solarpreise des Jahres 2002 gehen in diesem Jahr nach Deutschland. Der Europäische Solarpreis wird jedes Jahr von der in Bonn ansässigen Europäischen Vereinigung Regenerative Energien, Eurosolar, ausgelobt, und gilt als der "Oscar" unter den Auszeichnungen in diesem Bereich.

Den Unternehmenspreis erhalten Frank H. Asbeck (Deutschland), Gründer der SolarWorld AG in Bonn, als innovative Unternehmerpersönlichkeit im Bereich der Photovoltaik, und die SOLVIS Energiesysteme GmbH & Co KG (Deutschland) für ihre nachhaltige Nullemissionsfabrik. Die 1998 gegründete SolarWorld AG ist mit ihren Tochterfirmen heute auf dem Weg, das erste unabhängige Solarunternehmen weltweit zu werden, das die gesamte Wertschöpfungskette innerhalb der Photovoltaik abdeckt.

Die SOLVIS Energiesysteme GmbH & Co KG (Deutschland), 1988 gegründet, stellte im selben Jahr den ersten Serienflachkollektor der Öffentlichkeit vor und entwickelte sich zu einem bedeutenden Hersteller thermischer Solaranlagen.

Den Sonderpreis für persönliches Engagement erhalten Rolf Disch (Deutschland) für sein Gesamtengagement für solare Wohnungsarchitektur und Prof. Bent Sörensen (Dänemark). Seit Anfang der siebziger Jahre engagiert sich Rolf Disch für konsequentes ökologisches Bauen. Eine Reihe von Projekten sind bereits fertiggestellt, so z. B. das drehbare Solarhaus Heliotrop und eine Solarsiedlung, in der bereits 35 Plusenergiehäuser realisiert wurden. Bent Sörensen setzt sich seit über 30 Jahren unermüdlich für den Einsatz Erneuerbarer Energien ein.

Der Städtepreis ging an die 4.400 Einwohner zählende Erneuerbare-Energien-Insel Samsö (Dänemark), die im Rahmen eines Wettbewerbs 1998 von der dänischen Regierung ausgewählt wurde, innerhalb von 10 Jahren auf der Basis von Erneuerbaren Energien vollständige Energieautarkie zu erreichen. Bereits heute wird auf der Insel durch Windstromerzeugung, Biomasse- und Sonnenenergienutzung so viel Energie produziert, wie die Bewohner verbrauchen. Die Gemeinde Windhaag (Österreich) erhielt ebenfalls den Städtepreis, als atomstromfreie Gemeinde an der Grenze zu Tschechien, in der ein Mix aus Erneuerbaren Energien vorbildlich genutzt wird.

Der Preis für Eigentümer oder Betreiber von Anlagen geht an das Institut für Marketing und Trendanalysen (Österreich) für ihr im Sommer 2002 fertiggestelltes Plusenergie-Bürohaus, bei dem der Energieverbrauch pro m2 bei nur 22,3 kWh liegt.

Der Preis für Solares Bauen geht an Beddington Zero Energy Development (Großbritannien) für ihre Siedlung BedZED, die für umweltfreundliches und energieeffizientes Wohnen und Arbeiten steht. Bei diesem Projekt wurde eine ehemalige Kläranlage in eine Siedlung aus 82 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, 1.600 m2 Büroflächen und Grünflächen umgestaltet. Die Siedlung ist die erste große CO2-neutrale in Großbritannien und erzeugt 100 Prozent der benötigten Energie mit Hilfe eines Holz-Blockheizkraftwerks.

Einen weiteren Preis für Solares Bauen erhält auch das Büro für Architektur von Beat Kämpfen (Schweiz) für das aus Holz konstruierte Sechsfamilienhaus "Sunny Woods". Die Haupträume des Hauses sind zur Südfassade hin orientiert und mit großzügigen Verglasungen mit integrierten Vakuum-Röhrenkollektoren versehen. Das Pultdach ist vollständig mit Photovoltaikpanels eingedeckt.

Ein Sonderpreis für außereuropäische Aktivitäten geht erstmalig an Richard King (USA) für das Solardorf vor dem US-Kapitol. Richard King vom Solar Energy Technology Programm des US-Energieministeriums spielt bei der Verbreitung der Erneuerbaren Energien in den USA eine bedeutende Rolle. Dieses Jahr war er der Initiator und Organisator des Solar-Zehnkampfs, durch den ein Solarenergieautarkes Dorf im Regierungsviertel in Washington entstand, das von Studententeams von 14 verschiedenen US-amerikanischen Universitäten gebaut wurde.

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