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Bewährungsstrafen für Bestechung von Ärzten und Klinikpersonal

Korruption

Wegen Bestechung von Ärzten und Klinikpersonal in Millionenhöhe sind vier Mitarbeiter einer Medizintechnikfirma zu Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren verurteilt worden. Die vier Männer räumten am Freitag vor dem Münchner Landgericht ein, zwischen 1992 und 1998 fast zehn Millionen Mark Bestechungsgelder an Klinikärzte und Krankenhausmitarbeiter gezahlt zu haben. Sie wollten dadurch den Absatz von teuren Dialyseinstrumenten und –materialien sowie künstlichen Nieren steigern.

Den Hauptgeschäftsführer der Firma aus dem oberbayerischen Martinsried verurteilte das Gericht zusätzlich zu einer Geldstrafe von 108 000 Euro und einer Geldbuße in Höhe von 612 000 Euro. Die Mitangeklagten müssen zwischen 40 000 und 320 000 Euro an gemeinnützige Organisationen überweisen.

Die Schmiergeldzahlungen tarnten die Angeklagten mit Hilfe von Scheinverträgen. Danach wurden die Mediziner für Beratungsleistungen und die Erstellungen von Studien bezahlt, die nie erfolgten. Die Geschäftsleute spendierten auch Reisen, bezahlten hohe Restaurantrechnungen oder Kaffee und Schnittchen für Personalfeiern.

Der Vorsitzende Richter kritisierte in seiner Urteilsbegründung die "Forderungshaltung der Ärzte", die "unerhört" sei. "Wir wollen wieder mal mit unseren Ehefrauen Florenz sehen", hätten Ärzte einmal gesagt. Der Verteidiger des Hauptgeschäftsführers sagte zudem, Korruption sei in dem Bereich üblich gewesen.

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