Kriminalität

Strauß junior wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Max Strauß, dem Sohn des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, wird einem Zeitungsbericht zufolge wegen Steuerhinterziehung der Prozess gemacht. Das Verfahren werde "mit hoher Wahrscheinlichkeit" in München stattfinden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Den Gerichtseröffnungsbeschluss habe die 3. Strafkammer des Landgerichts Augsburg getroffen. Das Gericht will seine Entscheidung erst Anfang kommender Woche veröffentlichen. Der 43-jährige Strauß war im vergangenen September nach Jahre langen Ermittlungen von der Augsburger Staatsanwaltschaft angeklagt worden.

Strauß wird vorgeworfen, beim Verkauf von Airbus-Flugzeugen nach Thailand und Kanada 5,2 Millionen Mark (rund 2,6 Millionen Euro) Provisionen erhalten und nicht versteuert zu haben. Zudem erhielt er demnach 500 000 Mark (250 000 Euro) bei einer umstrittenen Panzerlieferung nach Saudi-Arabien. Beide Geschäfte hatte der Kauferinger Lobbyist Karlheinz Schreiber eingefädelt, den die Augsburger Justiz bisher erfolglos vor Gericht zu bringen versucht.

Schreiber ist nach Kanada geflüchtet, wo er sich gegen seine Auslieferung nach Deutschland wehrt. Bisher wurden in Augsburg lediglich zwei ebenfalls in die Panzeraffäre verstrickte ehemalige Thyssen-Manager wegen Steuerhinterziehung und Untreue zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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