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Trittin will Verpackungsordnung novellieren - Mehrweg bleibt das Ziel

Dosenpfand

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) wertet die Einführung des Dosenpfandes zu Jahresbeginn als Erfolg. Die Pfandpflicht habe zu einer Lenkungswirkung in Richtung Mehrweg geführt, sagte Trittin am Mittwoch in Berlin in einer ersten Bilanz zum Dosenpfand. Einwegverpackungen seien massiv aus den Regalen genommen worden. Im Großen und Ganzen sei die Einführung auch reibungslos verlaufen. Das viel beschworene Chaos sei ausgeblieben. Zudem unterstützten drei Viertel der Bürger das neue Pflichtpfand.

Trittin räumte allerdings ein, dass die geltende Verpackungsordnung in Teilen unlogisch sei. Deshalb habe sich mit Ländervertretern auf eine Novellierung verständigt, grundsätzlich alle Einweggetränkeverpackungen mit einem Pfand zu versehen. Von da aus sollten Ausnahmen für Getränkekartons, Schlauchbeutel, Wein- und Spirituosenflaschen sowie auf Diät-Getränke festgelegt werden. Im Februar erwartet Trittin die Rückmeldung dazu aus den Ländern und Fraktionen. Sollten diese positiv ausfallen, könnte mit Umsetzung des bundesweiten Rücknahmesystems im Herbst auch die Novelle in Kraft treten.

Langfristig ging Trittin davon, dass die Mehrwegquote wieder in Richtung 72 Prozent steigt. Ganz würden sich Einwegverpackungen nicht verdrängen lassen, sagte der Minister. Mehrweg-PET-Flaschen werden nach Einschätzung Trittins zur vorherrschenden Verpackungsart werden.

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