Flussausbau
NABU fordert Vorrang ökologischer Konzepte beim Hochwasserschutz
Vorrangiges Ziel einer neuen Flusspolitik müsse deshalb die drastische Erhöhung des natürlichen Wasserrückhaltes in den Einzugsbereichen der Flüsse sein. "Damit unsere Fließgewässer wieder lebendige Flüsse werden, müssen der Ausbau der Flüsse beendet und stattdessen die natürlichen Überflutungsflächen zurückgewonnen werden", sagte Flasbarth. Die ökologische Umgestaltung der Flüsse und Auen dürfe sich nicht in Einzelprojekten erschöpfen, sondern müsse zukünftig von einer Bundesbehörde geplant und gesteuert werden.
Analog zum Bundesverkehrswegeplan müsse auch die ökologische Entwicklung der Flüsse planmäßig vorangetrieben werden. Ein koordiniertes Vorgehen sei laut NABU umso wichtiger, als die EU-Wasserrahmenrichtlinie mit klarer zeitlicher Vorgabe die "Herstellung eines ökologisch guten Zustandes" aller Flüsse bis 2016 vorschreibe.
Der NABU appellierte an die Bundesregierung, in den nächsten drei Jahren die Landnutzung in den Flussauen den Standortverhältnissen anzupassen. "Die notwendige Sicherheit bei Hochwassern können wir ebenso wie die Lösung der Probleme im natürlichen Wasserhaushalt nur erreichen, wenn wir uns von der intensiven Landwirtschaft in diesen sensiblen Bereichen verabschieden", betonte der NABU-Präsident. Ein generelles Verbot der Ackernutzung in Flussauen und Flutungspoldern sei daher dringend erforderlich. Als Anreiz für die Nutzer schlägt der NABU finanzielle Leistungen im Rahmen spezieller Agrarumweltprogramme vor.
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Am 15. Jan. 2003 unter:
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