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US-Ökonom Nordhaus: "Ein Krieg ums Öl ist wirtschaftlicher Unsinn"

Irak-Krieg

Ein Angriff auf den Irak würde der amerikanischen Wirtschaft mehr schaden als nützen, sagt der amerikanische Ökonom William Nordhaus der „Zeit“. "Es dürfte für die USA sehr schwer werden, von diesem Krieg zu profitieren", meint Nordhaus, der eine Studie über die wirtschaftlichen Folgen eines Irak-Kriegs verfasst hat. Die Vermutung, die Amerikaner wollten die Kontrolle über die irakischen Ölvorkommen erlangen und drängten deshalb auf einen Krieg, hält Nordhaus für abwegig: "Das ist ökonomischer Unsinn." Der Irak habe gar keine andere Wahl, als sein Erdöl zu exportieren. "Wenn die amerikanische Regierung einigermaßen klar über diese Dinge nachdenkt, dann ist Öl kein wesentlicher Kriegsgrund", so Nordhaus.

Durch einen Angriff auf Saddam würden den USA, je nach Kriegsverlauf, immense Kosten entstehen. Selbst bei einem schnellen Erfolg lägen diese bei mindestens 100 Milliarden Dollar, so die Schätzung des Wirtschaftsforschers, der einst US-Präsident Carter beriet und heute an der Universität Yale lehrt. Ein langwieriger Krieg hätte steigende Ölpreise, fallende Aktienkurse und ein schwindendes Konsumentenvertrauen zur Folge. Im schlimmsten Fall rechnet Nordhaus mit einer langen weltweiten Rezession. Die frühere Regel, Kriege lösten wirtschaftliche Aufschwünge aus, gelte nicht mehr, sagt Nordhaus.

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