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Fakten zur Suchtproblematik in Deutschland

Millionen Abhängige

Tabak, Alkohol und Medikamente bleiben die größten Missbrauchsquellen für suchtabhängige Menschen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) listet in ihrem Jahrbuch Sucht 2003 Fakten hierzu auf.

Der Konsum alkoholischer Getränke blieb in Deutschland im Jahr 2001 mit 152,8 Litern pro Kopf gegenüber dem Vorjahr relativ konstant. Statistisch gesehen trank jeder Deutsche 123,1 Liter Bier, 19,7 Liter Wein, 4,2 Liter Sekt und 5,8 Liter Spirituosen. Der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols lag bei 10,5 Litern. Deutschland gehört damit zu den acht Ländern in der Welt, in denen mehr als 10 Liter reiner Alkohol pro Kopf getrunken wird.

Umgerechnet trinkt jeder Deutsche täglich 25 Gramm Alkohol, bezogen auf die Bundesbürger zwischen 18 und 69 Jahren bedeutet dies 40 Gramm. Damit ist die Risikogrenze der Weltgesundheitsorganisation von 20 Gramm für Frauen und 30 Gramm für Männer überschritten. Knapp neun Millionen Menschen in Deutschland konsumieren zu viel Alkohol. 1,6 Millionen sind alkoholabhängig, 2,4 Millionen sind Missbräuchler und rund 4,7 Millionen zählen wegen häufigen Konsums zur Risikogruppe. Jeder zweite deutsche Mann im mittleren Alter hat alkoholbezogene Probleme.

Von Medikamenten sind 1,2 Millionen Deutsche abhängig. 2001 wurden 1,66 Milliarden Arzneimittel verkauft. Dies entspricht durchschnittlich 20 Packungen je Einwohner. Etwa sechs bis acht Prozent dieser Mittel haben ein bekanntes Sucht- oder Missbrauchspotenzial. Dies gilt auch für viele der rund 670 Millionen Arzneimittel, die ohne Rezept verkauft werden, etwa Schmerzmittel oder stark alkoholhaltige Stärkungsmittel.

Der Anteil der Raucher beträgt 39 Prozent bei den Männern und 31 Prozent bei den Frauen. Bei den 18- bis 20-Jährigen beträgt die Quote 45 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch je Einwohner lag 2001 bei 1733 Zigaretten, 31 Zigarillos, 198 Gramm Feinschnitt und 11 Gramm Feintabak.

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