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Krankenversicherten-Verband gegen neue Sparvorschläge der Rürup-Komission

Gesundheitsreform

Der Präsident des Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands, Heinz Windisch, lehnt die jüngsten Überlegungen zur Reform der Krankenversicherung ab. Wenn Arbeitnehmer unter 35 Jahren künftig private Vorsorge für die Zahlung von Krankengeld treffen müssten, bestehe die Gefahr, dass sie ganz in die privaten Krankenversicherungen gehen, sagte Windisch am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Sie würden jedoch in den gesetzlichen Krankenversicherungen gebraucht.

Auch eine mögliche Privatisierung des Unfallrisikos lehnt Windisch ab. Missbrauch sei vorprogrammiert, wenn etwa Unfälle bei Ausflügen nicht mehr automatisch versichert wären, sagte der Versichertenvertreter. Bei Risikosportarten könnte er sich jedoch eine Aufhebung des Versicherungsschutzes vorstellen.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung prüft die Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme derzeit, ob Arbeitnehmer unter 35 Jahren, die länger als sechs Wochen krank sind, ihr Krankengeld künftig über eine private Krankenversicherung absichern sollten. Bereits am Wochenende hatte zudem der "Spiegel" gemeldet, Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) plane, dass künftig die Kosten für Unfälle im Straßenverkehr, beim Sport oder im Haushalt nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Aus dem Ministerium hatte es dazu am Montag geheißen, eine Entscheidung, Unfälle aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszuklinken, gebe es bislang nicht.

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