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Armut in Deutschland nimmt zu

Wirtschaftsforschung

Die Armut in der Bundesrepublik hat im vergangenen Jahrzehnt zugenommen. Westdeutsche und Ostdeutsche seien dabei gleichermaßen betroffen, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin berichtete. So betrug der Anteil der armen Personen im Jahr 2000 in den alten Ländern 13,0 Prozent. Er war damit ebenso hoch wie der bundesweite Durchschnitt. In den neuen Ländern waren es 13,2 Prozent. Als arm stuft das DIW Personen ein, deren Einkommen weniger als die Hälfte des durchschnittlichen bundesweiten Haushaltsnettoeinkommens je Einwohner ausmacht.

Diese Tendenz sei in etwa bereits seit dem Beginn der Untersuchungen im Jahr 1992 zu beobachten, atellt das DIW fest. So habe die Armutsquote damals in Ostdeutschland 11,0 Prozent, in Westdeutschland 10,3 Prozent und bundesweit 10,5 Prozent betragen. In beiden Teilen Deutschlands sei etwa jedem Zweiten, der im Untersuchungszeitraum unter die Armutsgrenze rutschte, die Rückkehr in bessere Einkommensverhältnisse gelungen. Allerdings waren im Osten 8,8 Prozent und im Westen 12,8 Prozent mehrere Jahre arm. 1,1 Prozent in den neuen Ländern und 1,8 Prozent in den alten Ländern blieben es auf Dauer.

Berücksichtige man das unterschiedliche Einkommensniveau in Ost und West und legt die durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen je Einwohner getrennt in den alten und in den neuen Ländern zu Grunde, sind der Studie zufolge die Westdeutschen sogar stärker als die Ostdeutschen von Armut betroffen. Die Armutsquote belief sich dann im Jahr 2000 in den neuen Ländern auf 7,3 Prozent, während sie in den alten Ländern mit 14,4 Prozent etwa doppelt so hoch war.

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