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2003 soll jeder zweite Deutsche online sein

Internet

Deutschland stellt – nach den USA und knapp hinter Japan – weltweit den drittgrößten Internetmarkt. Das geht aus der "Vergleichsstudie zur Informationsgesellschaft" hervor, die der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien BITKOM am Donnerstag, in München vorgestellt hat. Im laufenden Jahr werde jeder zweite Deutsche, das sind insgesamt rund 41 Millionen regelmäßig im Netz sein. 2002 lag die entsprechende Rate noch bei 44 Prozent. Bis ins Jahr 2005 sollen jährlich weitere vier bis fünf Millionen Internetuser hinzukommen. Damit werde die deutsche Internetgemeinde auf rund 50 Millionen Mitglieder angewachsen sein.

Die Internetverbreitung sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass Deutschland weltweit eine der leistungsfähigsten Telekommunikations-Infrastrukturen aufweise, so die Studie. So verfüge das Land über 25 Millionen ISDN-Kanäle, womit jeder fünfte ISDN-Anschluss der Welt in Deutschland läge. Die Zahl der ISDN-Anschlüsse solle bis 2005 weiter wachsen, ab dann sei der Markt allerdings gesättigt. Der Trend gehe dann eindeutig zu breitbandigeren Anschlüssen auf DSL-Basis, schreibt BITKOM. Die DSL-Anschlüsse werden sich laut Studie bis 2005 von heute 3,2 auf 6,3 Millionen praktisch verdoppeln. Deutschland liege damit deutlich vor den USA weltweit in der Spitzengruppe. Führend bei DSL seien Südkorea und Dänemark.

Nachzüglicher sei Deutschland allerdings bei den Kabelanschlüssen: "In keinem anderen Bereich hinkt Deutschland seinen Wettbewerbern ähnlich weit hinterher wie bei der Ausstattung mit Kabelmodems", heißt es in der Untersuchung. Lediglich 0,4 Prozent aller weltweit installierten 23 Millionen Kabelmodems seien in Deutschland installiert. Das geringe Interesse am Internet- Zugang via TV-Kabel führt der Branchenverband vor allem auf die fehlende Leistungsfähigkeit deutscher Kabelnetze zurück. "Nur in wenigen Regionen sind die Netze überhaupt in der Lage, wesentlich mehr als nur Rundfunk- und Fernsehprogramme zu übertragen." In dieser Hinsicht habe Deutschland gegenüber den USA, aber auch gegenüber Nachbarländern wie den Niederlanden, Belgien und Österreich starken Nachholbedarf.

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