Konjunktur

Einzelhandel verzeichnet weitere Umsatzeinbußen

Der deutsche Einzelhandel hat im vergangenen November deutlich höhere Umsatzeinbußen verzeichnet als von Experten erwartet. Nach vorläufigen Berechnungen seien die Erlöse gegenüber dem Vorjahresmonat um real 6,0 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Im Oktober war ein reales Minus von 0,4 Prozent verzeichnet worden. Im Vergleich zum Vormonat sei im November 2002 im Einzelhandel saison- und kalenderbereinigt 3,2 Prozent weniger umgesetzt worden, nachdem der Rückgang im Oktober auf Monatssicht bei 0,7 Prozent gelegen hatte.

Die Umsatzeinbußen liegen damit deutlich über den Prognosen von Volkswirten. Die Experten hatten auf Jahressicht mit einem realen Minus von lediglich 2,0 Prozent gerechnet.

Im Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak wurde im November nach Berechnungen des Bundesamtes nominal sowie real jeweils 6,4 Prozent weniger abgesetzt als im Jahr 2001. Lebensmittelgeschäfte mit breitem Sortiment wie Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte hätten einen Umsatzrückgang von nominal 6,3 Prozent und real 6,2 Prozent verzeichnet. Der Facheinzelhandel mit Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Delikatessengeschäfte habe ein Minus

von nominal 6,9 Prozent und real 7,6 Prozent aufgewiesen.

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Nahrungsmitteln, dazu gehört der Handel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, wurde dem Statistischen Bundesamt zufolge das Vorjahresergebnis mit einem Rückgang von nominal 6,3 Prozent und real 5,8 Prozent nicht erreicht. Im Versandhandel seien die Umsätze um nominal 6,9 Prozent und real 7,1 Prozent gesunken.

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