Erneuerbare Energien

Forscher kritisieren Energiepolitik der USA

US-Forscher sind mit der Energiepolitik in ihrem eigenen Land höchst unzufrieden. Europa habe im Bereich erneuerbare Energien eindeutig die Nase vor den USA erklärten die Forscher beim jährlichen Meeting der American Association for the Advancement of Sciences (AAAS). Die Wissenschaftler hätten negativ bemerkt, dass ihr eigenes Land zwar in vielen Branchen der Technologieentwicklung eine Führungsposition einnehme, bei der Energieversorgung sei diese Position aber weit hinter der Europas.

"Windenergie ist die meistgenutzte erneuerbare Energieform, mit einer Kapazität von 30.000 Megawatt, in den kommenden fünf Jahren wird diese Leistung verdoppelt werden", erklärte Allan Hoffman, Experte für erneuerbare Energien von der Winrock International Clean Energy Group. Europa habe sich den erneuerbaren Energien verpflichtet, meint der Experte. Nach einem jüngst veröffentlichten Bericht der Global Academy könnte die Nichtunterzeichnung des Kyoto Protokolls seitens der USA zu Wettbewerbsnachteilen führen. "Je stärker die Verbraucher die Vorteile von umweltfreundlichen Energiequellen als Beitrag zu höherer Lebensqualität akzeptieren, desto mehr wird in diese Technologie investiert", so Hunter Lovins von der Global Academy. Investitionen in Unternehmen, die sozial- und umweltverträglich arbeiten, hätten schon die Aufmerksamkeit von großen institutionellen Pensionskassen wie etwa des California Public Employees Retirement System (CalPers) erzeugt. "Die Amerikaner leben nun in einer Zeit, in der es so viele Möglichkeiten gibt wie nie zuvor, um auf saubere Energieformen umzusteigen", so die Expertin. Leider gehe die Regierung derzeit aber den falschen Weg.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!