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Wirtschaftsweiser erwartet weltweite Rezession bei Krieg

Konjunktur

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard hält bei einem Irak-Krieg eine schwere Weltwirtschaftskrise für möglich. „Im schlimmsten Fall droht eine weltweite Rezession“, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Bei einem Krieg im Mittleren Osten und terroristischen Vergeltungsschlägen könne der Ölpreis kurzfristig auf 100 Dollar steigen, befürchtet Wiegard. Dies hätte fatale Folgen für die Konjunktur, weil die Konsum- und Investitionstätigkeit weiter gedämpft würden und die Exporte einbrechen könnten.

„Dann ließe sich eine weltweite Rezession kaum mehr vermeiden“, sagte Wiegard. Die ökonomischen Konsequenzen eines Militärschlages hingen allerdings von der Dauer und Intensität eines Krieges ab. Ein kurzer, erfolgreicher Militärschlag könnte Konsumenten und Unternehmen die Unsicherheit nehmen und zu einer Erholung der Konjunktur und der Aktienmärkte führen.

Dennoch erwartet Wiegard, dass die Einhaltung der Maastricht-Defizitgrenze von drei Prozent für die öffentlichen Haushalte in der Bundesrepublik kaum noch möglich sein wird. „Wenn sich die konjunkturelle Situation noch weiter und erheblich verschlechtert, ist diese Defizitgrenze realistisch betrachtet wohl kaum zu halten“, sagte der Chef der Wirtschaftsweisen.

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