Krimialität

Jenaer Polizei fahndet per SMS

Bei der Jagd nach Verbrechern greifen die Jenaer Polizisten künftig öfter zum Mobiltelefon. Die Polizeidirektion in der thüringischen Stadt startete am Montag ein bundesweites Modellprojekt SMS-Fahndung. Daran sind zehn Polizeidienststellen beteiligt. Diese werden technisch so ausgestattet, dass sie Fahndungen mit kurzen Textnachrichten (SMS) über das Funktelefon unterstützen können.

Damit sollen gezielt bestimmte Personengruppen, die berufsbedingt viel unterwegs sind, wie Mitarbeiter des Personen-Nahverkehrs, Taxi- und Busfahrer sowie städtische Hilfspolizeibeamte, in die Öffentlichkeitsfahndung nach flüchtigen Straftätern oder gestohlenen Autos einbezogen werden.

Sie erhalten von der Polizei künftig eine Kurznachricht auf ihr Handy, etwa mit der Personenbeschreibung zu flüchtigen Straftätern oder vermissten Personen. Auch Kfz-Kennzeichen von gestohlenen Fahrzeugen können so übermittelt werden.

"Das Ziel der Polizei ist es, gerade unmittelbar nach einer Straftat alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um einen flüchtenden Straftäter zu ergreifen", sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Ulrich Kersten.

In den Polizeidienststellen ist für die Benachrichtigung via SMS die Installation einer speziellen Software nötig. Fünf Monate wird das neue Fahndungsinstrument zunächst Probe laufen.

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