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NVA-Soldat klagt wegen Strahlenbelastung

Radarstrahlung

Ein Musterverfahren über Strahlenschäden durch Radargeräte der früheren Nationalen Volksarmee (NVA) beginnt am Mittwoch (14.00 Uhr) am Landgericht Frankfurt (Oder). Kläger sind ein an Krebs erkrankter früherer Techniker sowie die Witwe eines an Krebs verstorbenen Radarmechanikers. Beide Männer hatten nach Angaben ihrer Anwälte in den 60er und 70er Jahren an Radargeräten gearbeitet. Die Kläger führen die Erkrankung auf die Strahlenbelastungen zurück.

Zunächst muss geprüft werden, ob die beklagte Bundesrepublik Deutschland für Schadensersatzansprüche gegen die NVA der früheren DDR überhaupt haftet. Eine Entscheidung in dieser Frage sei am Mittwoch mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht zu erwarten, hieß es. Voraussichtlich erst in einem weiteren Verfahren sei dann durch Gutachter zu klären, ob die Krebserkrankungen tatsächlich auf die Strahlenbelastungen der vermutlich ungenügend abgeschirmten Radaranlagen zurückzuführen sind.

Insgesamt haben rund 725 frühere Bundeswehrangehörige und 175 ehemalige NVA-Soldaten wegen Verstrahlung durch Radargeräte Klage eingereicht, sagte der Berliner Anwalt Reiner Geulen. Für die Bundeswehrtechniker werden die Verfahren am Landgericht Bonn laufen. Eine vom Verteidigungsausschuss des Bundestages eingesetzte Expertenkommission, die die Ursachen und Folgen der Verstrahlung von Soldaten klären soll, werde ihre Arbeit voraussichtlich Mitte des Jahres abschließen.

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