Agrarsubventionen

OCD-Studie: Subventionen erreichen nur große Betriebe, nicht Einzelbauern

Ein Großteil der Agrarunterstützungen der Regierungen der OCD-Staaten erreicht nicht die Bauern. Von einem Euro, der in den Industrieländern für Preisstützungen ausgegeben wird, erhält der Landwirt nicht mehr als 25 Cent. Der Rest geht an den Verpächter, muss für den Kauf von Betriebsmitteln aufgewendet werden oder geht durch Ineffizienz der Politik verloren. Das ist das Ergebnis einer Studie über die Einkommen landwirtschaftlicher Haushalte in den OCD-Ländern, die im Januar in Berlin vorgestellt wurde.

Der Löwenanteil der Einkommensstützungen kommt den großen Agrarbetrieben zugute, weil sie überwiegend produktionsabhängig sind. Die Studie schlägt folgende Maßnahmen vor: Um eine gezieltere Förderung zu erreichen, müsse die "Gießkannenpolitik" beispielsweise bei der Preisstützung vermieden werden. Die Landwirte sollten durch Ausbildung und Beratung befähigt werden, selbst mehr Einkommen zu erwirtschaften.

Es könnten Arbeitsplätze außerhalb der Agrarwirtschaft bereit gestellt werden, um jenen Landwirten Alternativen zu bieten, die mit ihren Höfen zu wenig verdienen. Die allgemeine Sozial- und Steuerpolitik solle auf die Verhinderung von ländlicher Armut ausgerichtet werden.

Der OCD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mit Sitz in Paris gehören 30 Mitgliedsstaaten aus Europa, Amerika, Asien und Australien an.

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