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Mediziner Arjan Erkel in Dagestan seit sechs Monaten vermisst

Ärzte ohne Grenzen

Trotz der Bemühungen russischer und dagestanischer Behörden, während der vergangenen sechs Monate den Fall zu klären, bleibt der entführte Arjan Erkel vermisst. Bis heute hat Ärzte ohne Grenzen nicht einmal ein Lebenszeichen von ihm. Daher hat Ärzte ohne Grenzen eine weltweite Online-Unterschriftenkampagne gestartet, die sich an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Staatsratsvorsitzenden der Republik Dagestan, Magomedali Magomedov, richtet.

Bisher haben bereits über 40.000 Menschen unterzeichnet. Es sollen aber noch viel mehr werden, bis die Aktion am 9. März 2003, am Tag von Arjans Geburtstag beendet wird. Peter-Arjan Erkel ist 32 Jahre alt und gebürtiger Holländer. Sein erster Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte ihn 1994 nach Uganda. Seither war er als logistischer Koordinator und Projektkoordinator in vielen Ländern tätig, unter anderem in Tadschikistan, Usbekistan, Russland und Sierra Leone. Seit April 2002 war er als Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Makhachkala, der Hauptstadt der russischen Republik Dagestan tätig, bis er verschwand.

In Inguschetien hat Ärzte ohne Grenzen die Projektarbeit inzwischen wieder aufgenommen, die Aktivitäten in Dagestan und Tschetschenien sind weiterhin ausgesetzt. In akuten Notfällen wird die Organisation in Tschetschenien allerdings tätig werden. Die Büros in Makhachkala, Chasawjurt und Grosny bleiben daher geöffnet, um die Lage beobachten zu können.

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