Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline

BP ignoriert beim Pipelinebau ethnische, politische und ökologische Konflikte

Das europäische Netzwerk CEE Bankwatch hat auf gravierende soziale und ökologische Auswirkungen der geplanten Route für die Pipeline Baku-Tbilisi-Ceyhan (BTC) hingewiesen, die das Kaspische Meer mit dem Mittelmeer verbinden soll. Die BTC-Pipeline wird von einem Konsortium unter der Führung von British Petroleum (BP) geplant. Bei einer öffentlichen Anhörung in der georgischen Hauptstadt Tbilisi kamen die Argumente von Gegnern und Befürwortern des Projektes zur Sprache.

Von den meisten Rednern wurde gefragt, warum das georgische Ministerium keine Vorschläge für alternative Routen in Betracht ziehen wollte, als es im Dezember grünes Licht für den Bau der Pipeline gab. Besonders erhitzte Diskussionen gab es wegen des Borjomi-Tals, dass von der Pipeline durchquert werden soll.

Der Veranstalter der Tagung, die Organisation Green Alternative, zog abschließend das Fazit, viele ethnische, politische und ökologische Konflikte seien zum ersten Mal öffentlich zur Sprache gekommen. Es bestehe jetzt noch die Chance, die Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Die Anhörungen hätten gezeigt, dass BP weder die Öffentlichkeit ausreichend konsultiert noch auf wissenschaftliche Studien Rücksicht genommen habe.

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