Deutsche Bahn

Fahrradverband ADFC fordert besseren Bahn-Zugang für Radreisende

Der ADFC stellt nach Fahrplanwechsel und Preisreform fest, dass die Deutsche Bahn ihre Rad fahrenden Kunden verärgert: Fahrrad-Stellplätze würden abgebaut, attraktive Fernverbindungen - besonders der ICE – würden damit Radreisenden vorenthalten. Zehntausende Bahnkunden wünschten sich Mehrzweckabteile auch im ICE. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) startete mit der neuen Ausgabe des ADFC-Mitgliedermagazins Radwelt die ICE-Kampagne "Jetzt sind wir am Zug!"

Ziel der Kampagne sei die Fahrradmitnahme in allen Zügen - auch im ICE. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche der ADFC Ausrüstung und Mitstreiter, Berater und Spenden. ADFC-Bundesvorsitzender Karsten Hübener: "Wir haben uns auf eine lange Kampagne eingestellt." Bislang waren alle Bemühungen um die Fahrradmitnahme im ICE erfolglos: 16 Umweltverbände, unter ihnen der ADFC, protestierten gemeinsam im März 2002 gegen die absehbare Einstellung der Radmitnahme im schnellen Fernverkehr. "Die Bahn hat uns hingehalten und vertröstet", schrieb Hübener in einem Brief an Hartmut Mehdorn. Der aber sah keinen Gesprächsbedarf.

Hochgeschwindigkeit und Fahrradmitnahme passen nach Auffassung des ADFC gut zusammen, wie die französische Bahn SNCF beweist: Sie nimmt Fahrräder auch in ihrem Hochgeschwindigkeitszug TGV mit. Hübener: "Mit ihrer Verweigerungshaltung schadet die Bahn touristischen Regionen in Deutschland, die für Radurlauber mit dem Zug unerreichbar werden."

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