Deutsche Bahn

Gewerkschaft Transnet droht mit größtem Streik

Die Deutsche Bahn hat für den Fall der ab Samstag angekündigten Warnstreiks eine Hotline eingerichtet. Reisende können sich dann unter der kostenlosen Rufnummer 0800 - 66 44 22 5 über mögliche Fahrplanänderungen informieren, teilte die Bahn am Freitag in Berlin mit. Die Hotline werde freigeschaltet, sobald es zu Störungen im Betriebsablauf komme. Die Bahngewerkschaft Transnet hat mit dem größten Streik seit Jahrzehnten gedroht, wenn sich die Arbeitgeber im festgefahrenen Tarifkonflikt nicht bewegten.

Sollte es auch in weiteren Verhandlungen keine Einigung geben, bleibe den Beschäftigten nur eine Urabstimmung für einen "Erzwingungsstreik", sagte Transnet-Chef Norbert Hansen im ARD-Morgenmagazin. Dies wäre dann wahrscheinlich der größte Streik bei der Bahn in der Nachkriegsgeschichte.

Hansen kritisierte, dass die Bahn-Arbeitgeber auf die Gewerkschaftsforderung nach fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt bisher nicht mit einem Angebot reagiert hätten. Was die Bahn den Arbeitnehmern zumute sei "Tarifkarneval". Die Gewerkschaften ließen sich aber nicht verschaukeln. Schwerpunkt des Warnstreiks ab Samstag werde der Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen, sagte Hansen. Aber auch der Fernverkehr werde betroffen seien. Die Züge würden den ganzen Tag über nicht nach Fahrplan verkehren. Die Tarifverhandlungen gehen am 6. März weiter.

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