Naturschutz
Medien vernachlässigen Umweltthemen
Daraus ergebe sich das Problem, dass sich ohne eine interessierte und engagierte Öffentlichkeit die Konzepte für eine nachhaltige Umweltpolitik nicht verwirklichen liessen. "Umweltpolitik muss weiter ganz oben auf der öffentlichen Agenda stehen", fordert Wolfgang von Geldern. Anfang
Januar setzen sich 46 Prozent der untersuchten Meldungen positiv mit Umweltthemen auseinander, nur 36 Prozent negativ. Im Oktober letzten Jahres dominierte hingegen eine negative Stimmung. "Die positive Grundhaltung zum Thema Umwelt darf uns nicht über den gravierenden Aufmerksamkeitsverlust hinwegtrösten."
Ein Grund für den Stimmungswechsel sehe die SDW in der derzeitigen politischen Situation. Während im Oktober noch die Kritik am Koalitionsvertrag und das Ringen um die dritte Stufe der Ökosteuer im Vordergrund gestanden hätten, sorgten derzeit Deutschlands Verdienste im Klimaschutz für positive Schlagzeilen. Besonders das Ausland lobe die deutsche Vorreiterrolle. So einigten sich die EU-Umweltminister auf den Start des Emissionsrechtehandel ab 2005.
Langfristig sollten die Abgasemissionen reduziert und die Verwendung von Lösungsmitteln in Farben und Lacken einschränkt werden. "Deutschland darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Der Bund muss den Klimaschutz weiter forcieren", mahnt von Geldern.
Besonders alarmierend sei aus Sicht der SDW die Stimmung in Sachen Wald. Der deutsche Wald leide unverändert unter Umwelteinflüssen wie einer starken Nitratbelastung. Darüber hinaus verursachten Winter- und Herbststürme sowie der Befall der Bäume mit Käfern erhebliche Schäden. "Die schlechte Stimmung spiegelt den Zustand der Wälder wider. Ihr Schutz muss dringend verstärkt werden", fordert von Geldern. Mut mache, dass der Wald zunehmend als wertvolles Erholungsgebiet erkannt werde. Immer mehr Bürger engagierten sich gegen die Erschließung weiterer Waldgebiete als Bauland.
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Am 06. Feb. 2003 unter:
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