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vzbv kritisiert mangelnde Informationen bei Versicherungsanbietern im Internet

Verbraucherschutz

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) beklagt ein Informationsdefizite bei Versicherungsanbietern im Internet. Dies sei das Ergebnis einer Untersuchung von Versicherungsangeboten im Internet. Die Verbraucher hätten in den meisten Fällen keine Chance, sich vollständig über die angebotenen Produkte und ihre Rechte zu informieren, kritisiert der Verein. „Die Untersuchung zeigt, wie wichtig eine gesetzliche Pflicht für die Versicherer ist, fair, klar und wahr über ihre Produkte und die Rechte der Verbraucher zu informieren“, so Wolfgang Scholl, Referent für Versicherungen beim vzbv. Diese Verpflichtung müsse durch wirksame Sanktionen bei Verstößen begleitet werden, sonst liefen die Vorgaben ins Leere.

Die nicht repräsentative Untersuchung habe aufgezeigt, dass nur wenige Anbieter dem Verbraucher für ihn wichtige Informationen auf ihrer Website so zur Verfügung stellen, so dass er sie einfach auffinden und verstehen kann - häufig würden für den Versicherer besonders nachteilige Informationen sogar komplett vorenthalten. So sei in allen untersuchten Versicherungssparten, außer bei Kfz-Versicherungen, nicht über wesentliche und teilweise existenzbedrohende Deckungslücken oder gravierende wirtschaftliche Nachteile und Besonderheiten der angebotenen Produkte aufgeklärt worden. „Wie verheerend ein fehlender Versicherungsschutz für den Verbraucher sein kann, hat die Hochwasser-Katastrophe im vergangenen Jahr gezeigt“, so Scholl.

Nach Auffassung des vzbv müsse eine umfassende Reform des Versicherungsvertragsrechts (VVG) geschaffen werden. Sie sollte unter anderem die Schaffung einer generellen Informationspflicht der Versicherer über gravierende Deckungslücken und für Verbraucher besonders nachteilige Produktcharakteristika enthalten. Des Weitern sollte es im Zweifel die Verpflichtung der Anbieter sein, nachzuweisen, dass sie ihren Informationspflichten nachgekommen waren. Kann der Versicherer nicht nachweisen, dass er ausreichend informiert hatte, sollten die nicht ausreichend angezeigten Kosten als nicht vom Verbraucher geschuldet gelten.

Bei seiner Untersuchung hat der vzbv die Internetauftritte von folgenden Versicherungen mit besonders starker Internetpräsenz überprüft: Victoria Versicherung AG, DEVK Versicherungen, HUK 24 AG, mamax Lebensversicherung AG, NV-Versicherungen VVaG, DA Deutsche Allgemeine Versicherung AG, Gerling- Konzern, Allianz AG, Gothaer Versicherungen, Ineas BV, ASPECTA Lebensversicherung AG.

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