Irak-Krise

CNN nutzt Kriegsberichterstattung als lukratives Mittel

Der US-Nachrichtensender CNN rüstet ebenso für den drohenden Krieg im Irak wie die Truppen der Amerikaner. Rund 30 Millionen Dollar habe der Sender für die Berichterstattung aus dem Irak bereitgestellt, berichtet das Wall Street Journal. Die Berichterstattung über den Krieg sei für CNN eine Verpflichtung, die über die Zukunft des Senders entscheiden könne, da der Nachrichtenkanal durch den Golfkrieg von 1991 groß geworden sei. Damals habe CNN als einziger Sender aus Bagdad berichtet und seinen Ruf, überall vor Ort zu sein begründet. Nach wie vor sei CNN der Nachrichtenkanal, den die Menschen als ersten einschalten, wenn es weltbewegende Neuigkeiten gebe, so die Zeitung.

Auch könnten aufkommende Konkurrenten wie News Corps Fox News Channel, ABC News, MSNBC oder Al-Jazeera nicht mit den Ressourcen und Netzwerken von CNN konkurrieren. Die aufstrebenden Sender würden allerdings versuchen, etwas vom Glanz des Markennamen CNN abzustauben, so der Bericht. Fox News, der schärfste Konkurrent, habe schon jetzt mehr Werbeeinnahmen als CNN. Al-Jazeera wiederum könne diesmal über Nachrichtenmaterial verfügen, zu dem CNN keinen Zugang habe. CNN würde Material des arabisch-sprachigen Konkurrenten verwenden, falls der Sender "Zugang zu Bildern bekommt, die wir nicht haben", so CNN-Newschef Eason Jordan zum WSJ. Allerdings wäre CNN sehr bedacht darauf die Bilder im angemessenen Kontext darzustellen.

Zurzeit habe CNN rund 250 Mitarbeiter, von Produzenten über Reporter bis zu Kameraleuten und Technikern, in der Region, berichtet die Zeitung. Alleine in Kuwait befänden sich zwischen 80 und 100 Mitarbeiter des Senders, bis zum Ende der Woche sollten 16 davon im Nordirak sein. 25 CNN-Reporter würden die US-Truppen als Kriegsberichterstatter begleiten. Die anderen TV-Stationen hätten jeweils zehn. Darüber hinaus habe der TV-Sender auch einige Wüstenfahrzeuge gekauft und mit modernster Nachrichtentechnik ausgestattet, um mobil und vor Ort sein zu können.

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