Verreisen
Radreisen liegt im Trend
ADFC-Mitglieder wählten erneut den Weserradweg als beliebtesten Radfernweg, beliebteste Radreise-Regionen seien Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Bei den ausländischen Zielen konnte sich Österreich in der Gunst der Radler etablieren, gefolgt von Frankreich, Italien und der Schweiz. Bei den Radreisenden nimmt das Interesse an den osteuropäischen Ländern zu.
Der Trend zu hochwertigen Angeboten setzte sich dabei fort. „Anbieter, die auf Qualität und neben hochwertiger Wegweisung auf gutes Kartenmaterial oder fahrradfreundliche Hotels setzen, werden mit hohen Radlerzahlen belohnt“, sagte der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Ulf Keutmann. So sei der Oder-Neiße-Radweg in der Gunst der ADFCler wieder um einen Punkt von Platz 10 auf Platz 9 abgestiegen. Er sei Modellroute für das geplante D-Netz, das einheitliche Radfernwegenetz Deutschlands.
Einige Routen und Regionen in Deutschland gingen mit gutem Beispiel voran. Die Abschnitte in Hessen und Nordrhein-Westfalen würden ab 2003 ausgeschildert. Auf dem Weg zum D-Netz gebe es aber noch viel zu tun. Der ADFC kritisiert, dass in Deutschland bisher nur einige Bundesländer Ansprechpartner für den Fahrradtourismus benannt haben. Keutmann: „Um ein nationales Radfernwegenetz nach einheitlichen Qualitätskriterien zu verwirklichen, brauchen wir eine bundesweite Koordinierungsstelle." Diese solle im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans eingerichtet werden.
Mit Unverständnis beobachtet der ADFC die Produktpolitik der Deutschen Bahn AG. Fahrrad-Stellplätze würden abgebaut, attraktive Fernverbindungen – besonders der ICE – werden Radreisenden vorenthalten. So würden viele touristische Regionen in Deutschland für Radurlauber mit dem Zug unerreichbar.
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Am 10. Mär. 2003 unter:
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