Gericht gegen internationale Verbrechen
Weltgerichtshof in Den Haag nimmt Arbeit auf
1998 hatten 120 Staaten in Rom beschlossen, den Internationalen Strafgerichtshof zu schaffen. Seither ratifizierten 89 Nationen, darunter alle EU-Länder, den Vertrag von Rom. Unter den 18 Richtern des international besetzten Gerichts ist der deutsche Jurist Hans-Peter Kaul. Unter den Staaten, die dem Vertrag bislang nicht beitraten, sind China, Israel und die USA.
Zwei Wege zur Anklage sind vorgesehen: Erstens kann der UN-Sicherheitsrat das Gericht anrufen. Zweitens darf der unabhängige Ankläger des Tribunals tätig werden, wenn der Staat, aus dem der Beschuldigte stammt, oder der Staat, auf dessen Gebiet sich das Verbrechen ereignet hat, den Vertrag von Rom ratifiziert hat oder das Weltgericht anerkennt. Lücken in der Strafbarkeit bestehen dann, wenn die Taten auf dem Territorium von Nicht-Vertrags-Parteien begangen werden oder Täter dorthin flüchten.
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