"GATS"
Proteste gegen den Handel mit Dienstleistungen
Mitglieder der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend) und von Attac eröffneten am Donnerstag auf dem Berliner Alexanderplatz die Botschaft des fiktiven Landes "Monetanien". Unter dem Motto "Stoppt diesen Kuhhandel" protestieren sie gegen die drohende weltweite Liberalisierung von Dienstleistungen durch das GATS-Abkommen. Unterstützt wurden die Veranstalter von DGB-Jugend, Grüner Jugend, Jusos, JungdemokratInnen/Junge Linke und dem Deutschen Naturschutzring (DNR).
Das GATS verlange den Abbau von "Handelshemmnissen" wie etwa Umwelt- und Sozialstandards. Kostenlose Bildung, Trinkwasser für alle oder Regeln über einen sparsamen Umgang mit Ressourcen würden durch das GATS bald der Vergangenheit angehören können, kritisierte die BUNDjugend.
Es sei undemokratisch, "dass die EU diese wichtigen Fragen im Geheimen verhandelt, und es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung dies zulässt", sagte Thomas Fritz vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac. Darüber hinaus enge das GATS den Handlungsspielraum demokratisch gewählter Parlamente enorm ein, weil einmal ausgehandelte Liberalisierungen praktisch nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
Mit der Botschaftseröffnung weisen die Verbände auf die Gefahren des Handelsabkommens hin. Höhepunkt der fiktiven Botschaftseröffnung war ein Treffen zwischen "Dr. Moos", dem Botschafter "Monetaniens" und einem "Vertreter" der EU gewesen, bei dem die beiden Politiker Kühe austauschten. Damit wollten die Aktivisten deutlich machen, dass die GATS-Verhandlungen für sie einem Kuhhandel gleichkommen, teilte die BUNDjugend mit.
Die Vorstellung war Teil einer ganztägigen Kampagne. Die Veranstalter wollten im Rahmen der Darbietung auch mit Infoständen und kleineren Aktionen, wie der Privatisierung von Frischluft oder der Versteigerung von Bildung über die Hintergründe und Auswirkungen des Dienstleistungsabkommens demonstrieren.
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Am 13. Mär. 2003 unter:
arbeitStichworte:
« Regionale Wirtschaft gut für die Umwelt
Verbände fordern ökologischen Verkehrswegeplan »
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