Gegen den Krieg

Friedensgesellschaft will "Städte für den Frieden" Initative ausweiten

Die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) ruft Städte und Gemeinden in Deutschland auf, sich der Initiative "cities for peace" (Städte für den Frieden) von über 130 amerikanischen Städten  anzuschließen. Dies sei eine große Möglichkeit, auch als Kommune deutlich gegen einen Angriff auf den Irak Stellung zu nehmen und gleichzeitig die Verbundenheit mit Amerika auszudrücken, begründet Robert Hülsbusch, Bundessprecher der DFG-VK, diesen Aufruf. Die DFG-VK bietet auf ihrer Internetseite einen Musterantrag an den Stadt- oder Gemeinderat. Jeder könne diesen, ein wenig verändert, an den örtlichen Bürgermeister schicken.

Angehängt sei auch das Schreiben, dass die amerikanischen Städte an den US-Präsidenten Bush geschickt haben.

Die US-amerikanische Städte von Atlanta über Chicago bis Woodstock sowie weitere Städte in aller Welt, australische, japanische, irische, kanadische, belgische und britische Städte hätten in den letzten Wochen eine Resolution verabschiedet, mit der sie sich für eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts einsetzten. Auch in Deutschland beteiligten sich nach Auskunft der DFG-VK die ersten Städte an der Kampagne. Darunter seien unter anderem München, Berlin, Fellbach und Zirndorf.

Mit einem Schreiben wendeten sich die "Städte für den Frieden" an US-Präsident Bush. Darin lehnten sie einen Krieg gegen den Irak ab. In dem Schreiben heiße es sinngemäß, dass dieser Krieges gegen internationales Recht verstoße und die USA isolieren werde, berichtet die Organisation. Der Krieg würde, so die amerikanischen Städte in ihrem Schreiben, die Situation im Mittleren Osten destabilisieren und regionale Kriege fördern.

Gerade auch die Kommunen seien, so DFG-VK-Bundessprecher Robert Hülsbusch, von den Auswirkungen eines Krieges in der Golfregion betroffen. Neue Flüchtlinge müssten aufgenommen werden, die wirtschaftlichen Kosten des Krieges und eine wirtschaftliche Rezession würden auch die Städte und Gemeinde treffen. Neue Gefahren durch eine Verschärfung der terroristischen Bedrohung würden daher auch vor Menschen aus Deutschland im Urlaub, auf Reisen, bei Besuchen von großen Städten - nicht halt machen.

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