Wasser der Welt

Nationen investieren 40 Mal mehr in Öl als in Wasserverbesserung

Weltweit wird jährlich rund 40 Mal mehr Geld zu sparen für Öl als für die Versorgung mit Wasser und sanitärer Infrastruktur ausgegeben. Diese Berechnungen gaben Experten der französischen Organisation Seine-Normandy River Basin anlässlich des 3. Welt-Wasser- Forums in Japan vom 16. bis zum 23. März bekannt. Weltweit würden demnach 165 Milliarden Dollar pro Jahr beziehungswese 0,55 Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts in die Wasser- und sanitäre Versorgung investiert. Das globale Öl-Budget betrage dagegen sieben Billionen Dollar. Die Schätzung basiere auf einem Ölpreis von 25 Dollar je Barrel, der auf 35 Dollar stieg.

"Dies ist ein Zeichen falsch gesetzter Prioritäten", sagt dazu Olivier Bommelaer von der Seine-Normandy River Basin Organisation.

Den Angaben des Forums zufolge hätten rund 1,2 Milliarden Menschen weltweit keinen direkten Zugang zu sicherem Wasser und 2,4 Milliarden Menschen keine sichere sanitäre Grundversorgung. Am morgigen Freitag werde daher die Finanzierung von Wasserentwicklungsprojekten zentrales Thema eines Gremiums sein, das der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds Michel Camdessus leitee. Noch bis Sonntag werden im Rahmen des Welt-Wasser-Forums nach Lösungen aus der globalen Wasserkrise gesucht.

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