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Songs zum Download künftig kostenpflichtig

Musik

Die fünf großen Labels der Musikindustrie haben sich in Deutschland auf den digitalen Online-Vertrieb ihres Repertoires geeinigt. Damit solle deutschen Musikliebhabern ab dem 1. Juni 2003 eine Alternative zu illegalen Tauschbörsen geboten werden, berichtet die Financial Times Deutschland am Dienstag. Ab diesem Zeitpunkt sollen User die Songs ihrer Wahl von den Webportalen der Labels sowie einiger Partner laden können. Die Musik werde nur in Form einzelner Songs angeboten werden, nicht als gesamte Alben.

Einziger Musikkonzern mit einem solchen Online-Vertriebsportal ist bisher Universal Music mit Popfile.de, wo künftig auch die Songs anderer Labels erhältlich seien würden.

Die fünf Musikunternehmen Universal, Warner, Sony, EMI und BMG haben sich laut Times auf einen Vorvertrag, ein so genanntes Momorandum of Understanding, geeinigt, das den Online-Vertrieb regele. Dabei werde es den einzelnen Labels sowie den Partnern weitgehend freigestellt, wie sie die Musik auf ihren Werbseiten verkaufen. Die Archive der Labels würden auf den Servern der Phononet GmbH, die eine eigene Website betreibt, digitalisiert und gespeichert. Ein Song solle einheitlich 0,99 Euro kosten.

Als Partner der Musikindustrie komme unter anderem T-Online in Frage, weil die Labels bei einigen technischen Fragen mit der Deutschen Telekom kooperierten. Auch Handelsketten wie Saturn und Mediamarkt könnten interessiert sein, allerdings sei bisher nichts über eine Zusammenarbeit bekannt. In den USA gibt es mit Pressplay und MusicNet bereits Vertriebsportale der Musikindustrie sowie Partner wie Listen.com. Erfahrungen aus den USA zeigten jedoch, dass die Attraktivität von unautorisierten Tauschbörsen wie KaZaA und LimeWire nicht durch legale Angebote leide.

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