Gegen den Irak-Krieg

Protest auf 50 Kilometern: Friedenskette Osnabrück-Münster am Samstag

Mit einer Menschenkette wollen das Osnabrücker Bündnis gegen den Irakkrieg und das Friedensforum Münster am kommenden Samstag von Friedenssaal zu Friedenssaal zwischen den beiden Städten für ein Ende des Krieges protestieren. Die Organisatoren rechnen für die 50 Kilometer lange Strecke mit 30-40.000 Teilnehmern, die für eine lückenlose Kette erforderlich sind. Eine große Zahl von Initiativen, Gruppen, Vereinen, Gewerkschaften, Schulen, Hochschulen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Parteien in Westfalen und Niedersachsen hat sich inzwischen dem Aufruf angeschlossen und unterstützt die Aktion. Entlang der Strecke werden vielfältige Aktionen erwartet, mit denen die Teilnehmer ihren Wunsch nach Frieden ausdrücken werden. Neben den üblichen Transparenten und Schildern werden Musikgruppen, Straßentheater, Kunstaktionen, Friedensreiter auf Pferden, Fahrradfahrer- und Skatergruppen erwartet.

Bisher haben sich in den Aktionsbüros etwa 5.000 Menschen angemeldet. Kathrin Vogler, eine der Initiatorinnen im Münsteraner Büro, zeigt sich zuversichtlich, dass die notwendige Zahl an Mitdemonstranten bis Samstag zusammen kommt: "Es wird die größte Friedensaktion in unserer Region seit 1945". Sie verweist auf die symbolische Bedeutung der Strecke: "Der Westfälische Frieden von 1648 war ein Meilenstein für die Entwicklung des Völkerrechts. Mit unserer Menschenkette von Friedenssaal zu Friedenssaal verteidigen wir das Völkerrecht als Grundlage friedlicher internationaler Beziehungen gegen seine Zerstörung durch die Regierungen der USA und Großbritanniens." Deshalb soll die Friedenskette auch ungeachtet der aktuellen Kriegsentwicklung am Samstag auf jeden Fall stattfinden.

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