Umwelt im Irak

Brennende Ölquellen verursachen Atemnot

Der giftige Rauch von brennenden Ölquellen im Südirak, sowie von ölgefüllten Gruben und durch Bomben entfachten Bränden in Bagdad ist der bislang eindeutigste Beweis dafür, dass der Krieg die ohnehin schon angegriffene Umwelt des Landes noch weiter schädigt. So lautet die am Montag vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP veröffentlichte Stellungnahme. Ein weiterer Beweis sei die Zunahme der Plankton-Produktivität an der Mündung des Shatt al-Arab, der einzigen Flussmündung des Iraks zum Golf. Die UNEP überwacht zurzeit das Geschehen im Irak, um mögliche Umweltrisiken zu identifizieren.

Der schwarze Rauch, der auf Satellitenbildern und auch im Fernsehen und zu sehen ist, enthalte vor allem für Kinder und Menschen mit Atemwegsproblemen gefährliche Substanzen. Darüber hinaus verschmutze er das natürliche Ökosystem der Region, erklärt UNEP- Direktor Klaus Töpfer. In den betroffenen Gebieten müsste so rasch wie möglich die Luftqualität überwacht werden. Auf den Satellitenbildern erkenne man zwar, dass die Rauchschwaden von den brennenden Ölfeldern in Ramallah in der Nähe der Stadt Basra in den vergangenen Tagen zwar schwächer geworden sind. Der Rauch, der unter anderm Giftstoffe wie Schwefel, Quecksilber und Dioxin enthält, bedrohe aber nach wie vor bewohnte Regionen.

Die verstärkte Plankton-Produktion begründet die UNEP mit größere Mengen an Nährstoffen, die als ungefiltertes Abwasser, zum Beispiel über Kanäle aus Basra in den Golf fließen. Unterstützend wirkte die ungewöhnlich große Zahl an Schiffen in der Region. Die UNEP führt zurzeit eine Hintergrund-Studie durch, in der Daten und Informationen über die irakische Umwelt gesammelt werden.

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