Erneurbare Energien

Forscher entwickeln Solarzellen zum Aufpinseln

Am Fraunhofer-Institut in Freiburg entwickeln Forscher eine neue Generation von Solarzellen, die nicht nur billiger, sondern auch flexibler einsetzbar sein sollen. Ein Beispiel sei die funktionale Kleidung: "Es wäre auf diese Weise möglich, ein kleines tragbares Radio zu betreiben", sagt Fraunhofer-Projektleiter Andreas Hinsch. Die Solarzellen der Zukunft, an denen weltweit intensiv geforscht werde, seien so dünn und biegsam, dass sie sich etwa als Abziehfolie auch auf unebene Flächen schmiegten - oder sogar einmal wie eine Art Farbe aufgepinselt werden könnten.

Sie liessen sich auch zum Tönen von Fensterscheiben verwenden, wodurch die Glasfassaden von Bürotürmen zu Elektrizitätswerken würden. Darüber hinaus sollen sie auch die Produktionskosten deutlich senken und Solarstrom dadurch billiger machen.

"Zurzeit kostet eine Kilowattstunde Strom aus photovoltaischen Anlagen noch etwa 70 Cent", so Gerd Stadermann, Geschäftsführer des Forschungsverbunds Sonnenenergie (FVS) in Berlin, einem bundesweiten Zusammenschluss außeruniversitärer Forschungsinstitute. Das sei bei weitem nicht konkurrenzfähig: Die Kilowattstunde aus herkömmlichen Kraftwerken werde bisweilen für ein Zehntel dieses Preises gehandelt.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Silizium-Modulen seien sowohl die Materialien als auch die Produktion von so genannten organischen und auch Farbstoff-Solarzellen günstig. Allerdings seien die neuartigen Solarzellen von der großtechnischen Herstellung noch weit entfernt.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!