Für Frieden

Attac kämpft weiter

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac setzt die Proteste gegen Krieg und Besatzung im Irak auch nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein in Bagdad fort. Das kündigte die Organisation am Freitag an. Ein völkerrechtswidriger Krieg werde auch durch einen militärischen Sieg nicht nachträglich legitimiert, so Barbara Fuchs von der Attac-AG Globalisierung und Krieg. Attac warnte davor, durch die Bilder jubelnder Menschen auf den Straßen in Bagdad die wahren Ziele des Angriffs der US- amerikanischen und britischen Truppen aus den Augen zu verlieren. Zwar sei ein brutaler Diktator gestürzt worden, doch zugleich hätten die US-Bombardements mit Streubomben im Sekundentakt tausende Zivilisten getötet, verwundet, obdachlos gemacht und die Infrastruktur des Landes zerstört.

"Wir lassen uns nicht weismachen, dass es um Menschenrechte und Befreiung ging", so Fuchs. Ziel sei vielmehr der Zugang zu Rohstoffen und Märkten und die militärische Vorherrschaft im Nahen Osten. "Die USA hatten noch nie Probleme damit, Diktatoren zu unterstützen, solange diese das US-Militär ins Land gelassen haben und ihr Öl an US-Konzerne geflossen ist." Als reine

Propaganda habe sich durch den Verlauf des Krieges auch die Behauptung der USA entpuppt, dass der Irak eine Gefahr für den Weltfrieden sei, weil er über Massenvernichtungswaffen verfüge.

Die Friedensbewegung hat nach Ansicht von Attac allen Grund, ihre Aktionen für eine friedliche Welt fortzusetzen. Erste Äußerungen amerikanischer Politiker in ihrer Siegeseuphorie verstärkten die Befürchtung, dass US-Präsident Bush seinen Hegemonialfeldzug im Nahen Osten und in anderen Teilen der Welt fortsetzen werde.

Attac werde seine aktive Rolle in der Friedensbewegung fortsetzen und insbesondere solche Aktionen unterstützen, die sich gegen die Ursachen von Krieg, Terror und Gewalt richten. Unter dem Motto "Frieden statt Besatzung" ruft Attac zur Teilnahme an der Demonstration der "Achse des Friedens" in Berlin am Samstag, 12. April, auf, die sich primär gegen die Unterstützung des US- Militärs von Deutschland aus richte.

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