0,27 statt 0,7 Prozent

Deutschland drittbester in Entwicklungshilfe - aber deutlich unter eigenem Ziel

Deutschland liegt nach Darstellung der Bundesregierung bei den Leistungen für Entwicklungsländer im internationalen Maßstab weit vorn. So sei 2002 die finanzielle Unterstützung für diese Länder um gut sieben Prozent erhöht worden, teilte das Bundesentwicklungsministerium am Dienstag in Berlin mit. Nach neuen Schätzungen der OECD in Paris für das Jahr 2002 habe sich das Volumen der deutschen Hilfe um 369 Millionen US-Dollar auf jetzt rund 5,36 Milliarden Dollar erhöht. Die OECD schätze den Wert für 2002 auf 0,27 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNP). Das liegt allerdings immer noch weit unter den 0,7 Prozent, die sich die internationale Gemeinschaft im Jahr 1970 als Ziel setzte.

Das Ziel sei weiterhin ein Anteil der Entwicklungspolitik von 0,33 Prozent am Bruttonationaleinkommen (BNP) im Jahr 2006, teilte das Ministerium mit. Insgesamt, so die OECD, hätten die Leistungen der Industrieländer im letzten Jahr bei 0,23 Prozent gelegen. Deutschland leiste den drittgrößten Anteil unter den Geberländern, hieß es.

In absoluten Dollarbeträgen (ohne Berücksichtigung der Inflation) stieg die Entwicklungshilfe bis ins Jahr 1992 stetig an, danach fiel sie erheblich ab. Entwicklungshilfe wird zudem immer öfter als reines Mittel der Exportförderung der Industrieländer eingesetzt.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!