Kein Handelsstop bei eBay

Proteste gegen Internethandel mit geschützen Arten

Der Naturschutzbund NABU hat eine Internet-Protestaktion gegen das Online-Auktionshaus ebay gestartet. Die Organisation will damit auf den Handel mit geschützen Arten und Tierprodukten aufmerksam machen. Die Umweltschützer hatten eBay bereits im Dezember 2002 aufgefordert, alle Verkaufsangebote geschützter Tiere und Pflanzen, sowie den Produkten daraus, umgehend von seiner Webseite zu entfernen und solche Angebote künftig nicht mehr zu platzieren. Bis heute habe das Unternehmen aber weder die Forderungen des NABU und anderer Artenschützer erfüllt, noch auf Gesprächsangebote reagiert.

"Das größte Online-Auktionshaus der Welt bietet dem Handel mit Teilen von und Produkten aus geschützten Tierarten wider besseres Wissen und trotz vielfacher Kritik weiterhin ein Forum", kritisiert NABU-Artenschutzexpertin Birga Dexel. eBay ignoriere ungeniert nationale und internationale Artenschutzgesetze.

Im Februar 2003 hat das in Bonn ansässige Komitee gegen den Vogelmord dem Unternehmen sowie den zuständigen Behörden umfangreiches Beweismaterial übergeben. Doch bis heute werde eBay erst dann aktiv, wenn es durch die Öffentlichkeit darauf hingewiesen worden sei.

Mit einer E-Mail-Protestaktion will die Organisation dem Handel mit geschützten Arten nun ein Ende setzen. Unter dem Motto "Wegschauen gilt nicht" können Besucherinnen und Besucher der Seite www.schneeleopard.de eBay mit einer Protestmail darüber in Kenntnis setzen, was sie von der Vogel-Strauss-Taktik des Online-Auktionshauses halten.

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