Bundeswehrreform

Kriegsdienst für vier Monate

Die SPD-Verteidigungsexpertin Verena Wohlleben spricht sich für eine radikale Verkürzung und Verkleinerung der Bundeswehr aus. Wohlleben verlangte eine "Reform der Reform". Nach ihren Vorstellungen soll die Bundeswehr auf 240.000 Soldaten reduziert und der Wehrdienst auf drei bis vier Monate begrenzt werden. Damit könnten Einsparungen von rund einer Milliarde Euro erreicht werden. Damit würden die jungen Männer "im Rahmen einer zumutbaren zeitlichen Belastung" eingezogen. Eine zeitlich aufwendige Massenpräsenz sei mit dem Wegfall der Abschreckungsdoktrin des Kalten Kriegs nicht mehr nötig.

Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung halten auch Teile der militärischen Führung eine viermonatige Wehrpflicht für akzeptabel. Erst wenn dies nicht möglich sei, befürworte man die Aussetzung der Wehrpflicht und dann erst als schlechteste Möglichkeit einen sechsmonatigen Wehrdienst. Denn dieser wäre "weder Fisch noch Fleisch", zitiert das Blatt einen Offizier.

Zuvor hatten sich bereits der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider und die baden-württembergische SPD-Chefin und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Ute Vogt, für die Abschaffung der Wehrpflicht ausgesprochen. Struck schloss bislang die Abschaffung der Wehrpflicht aus, signalisierte jedoch Bereitschaft, den bislang neunmonatigen Dienst zu verkürzen.

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