Golfkrieg
Studie belegt genetische Schäden durch Uran-Geschosse im Irak
Überdurchschnittlich häufig auftretende Missbildungen bei Kindern von Golfkriegsveteranen und bei den Kindern im Südirak sowie hohe Krebsraten der Veteranen haben die Wissenschaftler zu dieser Studie veranlasst. Die dem ZDF-Magazin "ML Mona Lisa" vorliegende Studie belegt eindeutig eine Schädigung der Chromosomen in den Blutzellen um das 7- bis 15-fache gegenüber der Normalbevölkerung. Diese Schäden, so die Studie, würden an die nächste Generation weitervererbt. Der Verfasser, Prof. Albrecht Schott, spricht in diesem Zusammenhang von einem "Kriegsverbrechen".
DU-Geschosse müssten als "Massenvernichtungswaffe angesehen werden, da unabsehbar ganze Generationen von Krankheiten und Missbildungen betroffen sein werden." Noch am vergangenen Montag wehrte der britische Rüstungsminister Adam Ingram die Anfrage des Labourabgeordneten Jeremy Corbyn im Unterhaus bezüglich einer Ächtung von DU-Munition mit der Behauptung ab, dass es bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die gesundheitsschädigende Wirkung von DU-Munition gäbe. Auch die Abteilung für Gesundheitsfragen des Pentagon teilte noch am vergangenen Donnerstag gegenüber "ML Mona Lisa" mit, dass bei Langzeituntersuchungen von Veteranen, die durch DU-Munition kontaminiert worden waren, "keinerlei Auswirkungen" festzustellen seien. Das Uran "werde vom Körper sehr schnell abgebaut".
Sowohl das britische Militär als auch ein Vertreter des Pentagon räumten gegenüber dem ZDF ein, dass im derzeitigen Krieg im Irak wieder DU-Munition eingesetzt werde. Eine Warnung an die irakische Bevölkerung, sich von beschossenen und dadurch kontaminierten Panzern fern zu halten, ergehe nicht. Die UNO hatte bereits 1996 und 1997 durch zwei Resolutionen dringend vor einem Einsatz von DU-Munition gewarnt.
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