Entführt im Kaukasus
Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen weiterhin verschwunden
"Wir haben uns in letzter Zeit mehrmals mit russischen und dagestanischen Verantwortlichen getroffen, die mit diesem Fall betraut sind. Sie haben uns gegenüber bestätigt, dass Arjan Erkel ihren Ermittlungen zufolge am Leben ist. Doch weil sie nicht wissen, wo er sich befindet, können sie seine sichere Freilassung nicht garantieren", sagte Dr. Morten Rostrup, internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen.
Obwohl sie mehrfach um ein Gespräch mit Vertretern des Büros von Präsident Putin gebeten habe, sei der Organisation dieses Treffen bislang verweigert worden.
"Bis Arjan Erkel frei ist, fällt es schwer zu glauben, dass es seitens des Kremls ein wirkliches Interesse an humanitärer Hilfe im Nordkaukasus gibt", sagte Rostrup. Arjan Erkel sei der einzige ausländische Mitarbeiter einer humanitären Organisation, der zurzeit im Kaukasus entführt ist. Jedoch erhielten humanitäre Organisationen seit Monaten Drohungen. Darüber hinaus sei es wiederholt zu Entführungen gekommen. Allein im Jahr 2002 seien mindestens vier Helfer entführt worden.
"Entführungen von Zivilisten, einschließlich humanitärer Helfer, sind furchtbare Verbrechen", sagte Rostrup. Sie gefährdeten nicht nur das Leben und die psychische Gesundheit der Helfer, die Opfern von bewaffneten Konflikten zur Seite stehen wollten. Die Angst vor weiteren Übergriffen beeinträchtige außerdem die Aktivitäten von Hilfsorganisationen in einem beträchtlichen Maße.
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Am 12. Mai. 2003 unter:
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Kritische Sicherheitslage gefährdet Zivilisten und Hilfskräfte »

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