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Schutz vor Aids stagniert

Aufklärung

In Deutschland stagniert der Schutz vor Aids durch Kondome. Dies geht aus neuen Studienergebnissen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hervor. Der Anteil der unter 45-jährigen Alleinlebenden, die immer, häufig oder gelegentlich Kondome nutzen, habe 1996 71 Prozent erreicht und sei seitdem nicht weiter angestiegen. Auch die Benutzung von Kondomen bei Personen mit mehreren Sexualpartnern, sowie bei Jugendlichen zwischen 16 bis 20 Jahren stagniere seit sechs Jahren. Allerding sei die Nahcfrage nach der Aids-Aufklärung unvermindert groß.

Jene, die in den vergangenen zwölf Monaten eine neue Sexualbeziehung begonnen hatten, würden sich zu 75 Prozent vor HIV schützen, ebenfalls 75 Prozent hätten bei Urlaubsbekanntschaften immer Kondome benutzt. Bei spontanen Sexualkontakten mit unbekannten Partnern waren es 48 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr sei jedoch keiner dieser drei Indikatoren weiter angestiegen. Als positiv vermerkt die Studie, dass sich gerade bei jüngeren allein lebenden Frauen der Kondombesitz etabliert habe.

Nach wie vor groß sei das Interesse der Bevölkerung an der Aids-Aufklärung. Bei den unter 45-jährigen Alleinlebenden ist das Interesse, wie man sich vor einer HIV-Infektion schützen kann, sogar von 71 Prozent 2001 auf 75 Prozent im darauf folgenden Jahr gestiegen. Auch die verstärkte Berichterstattung über Aids in den Medien in den vergangenen zwei Jahren werde als positiv vermerkt. Diese hätten ebenso wie das neu hinzukommende Engagement von privaten Fernsehanstalten das Bewusstsein über Aids gestärkt. "Die Studie zeigt, dass es uns gelungen ist, wieder mehr Menschen mit den Botschaften der Aidsaufklärung zu erreichen. Gleichzeitig reicht aber die Intensität der Information noch nicht aus, um den Gebrauch von Kondomen zum Schutz vor Aids weiter zu erhöhen", erklärt Elisabeth Pott, Direktorin des BZgA. Gerade in einer Zeit, in der sich die Aufmerksamkeit auf SARS konzentriert, dürfe nicht vergessen werden, dass weltweit Aids immer noch deutlich weiter verbreitet ist und deshalb eine große Bedrohung für die Bevölkerung darstellt.

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