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Kein Aufschwung in der Wirtschaft

Flaute

Die Konjunktur in Deutschland kommt nicht in Fahrt. Bereits seit drei Jahren stagniert die gesamtwirtschaftliche Produktion nahezu. Das berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Unterbrochen würde diese Tendenz von allenfalls zaghaften und nur kurzen Belebungsphasen. Im Unterschied zu früheren Flauten könne eine aussufernde Lohnentwicklung nicht verantwortlich gemacht werden. Vielmehr nennt das Institut vielfältige Beeinträchtigungen der Nachfrage als maßgebliche Ursache der wirtschaftlichen Schwäche.

Der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 20/2003 vergleicht die gegenwärtige wirtschaftliche Schwäche mit entsprechenden früheren Phasen, und zeige Unterschiede, die die aktuelle Entwicklung als ein neuartiges Stagnationsphänomen erscheinen liessen.

Die gegenwärtige Konjunkturschwäche halte ungewöhnlich lange an, so das DIW. Die Ursachen hierfür lägen im Wesentlichen in der schwachen Binnenkonjunktur. Eine starke Verunsicherung der Konsumenten und Investoren sowie eine zögerliche Geldpolitik seien hierfür maßgeblich. Vieles sprche dafür, dass die Unsicherheit nicht in nachhaltig verschlechterten Angebotsbedingungen begründet sei. Hierzu gebe die Lohnentwicklung keinen Anlass. Die ausgeprägte Lohnzurückhaltung stärke eher die Angebotsbedingungen, sie schwächte aber die Nachfrage.

Die akkumulierte Wettbewerbsstärke der deutschen Unternehmen auf den Auslandsmärkten habe zwar die Schwäche der Gesamtnachfrage mildern können, nicht aber die Ausfälle der Binnennachfrage voll kompensiert. Damit liege ein im Vergleich zu früheren Zyklen neuer Typus "nachfragebedingter Stagnation" und damit verbundener Unsicherheit vor, der die Wirtschaftspolitik zu zögerlich begegne.

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