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Geld sparen mit Klimaschutz - Bessere Energieeffizienz von Bürogebäuden

Klima-Bündnis

Frankfurt am Main ist bekannt als die Stadt der Banken und Hochhäuser. Bürogebäude weisen einen relativ hohen Energieverbrauch auf, für Beleuchtung, Belüftung, Klimatisierung, Computer usw. Lange Zeit war der Energieverbrauch in Bürogebäuden eine unbekannte Größe, insbesondere in welchen Bereichen und zu welchen Zwecken Energie verbraucht wird. Die Stadt bemüht sich seit zehn Jahren mit Erfolg, diesen Verbrauch zu ermitteln und zu reduzieren.

Schon Anfang der 90er Jahre gelang es dem Energiereferat der Klima-Bündnis-Stadt Frankfurt anlässlich des Baus des Commerzbank-Hochhauses als höchstem Bürogebäude Europas, gemeinsam mit mehreren Investoren das "Energie-Forum Banken und Büro" einzurichten. Im Resultat gelang es, die technische Planung und die Fassaden-Konstruktion des Commerzbank-Turms unter Energieaspekten zu optimieren und den zukünftigen Verbrauch um etwa ein Drittel gegenüber den ersten Planungen zu senken. In den 90er Jahren wurden in Frankfurt weitere Erfahrungen mit energieeffizienten neuen Bürogebäuden (z.B. mit Blockheizkraftwerken, Erdwärmetauschern, zu öffnenden Fenstern, variabler und effizienter Beleuchtung usw.) gesammelt.

Das größte Einsparpotential liegt auch bei Bürogebäuden im Gebäudebestand. Hierzu führte das Energiereferat in den Jahren 2000 bis 2002 das Projekt Energiecontrolling durch, das durch die E.ON Energie AG und die Mainova AG gefördert wurde. In zehn großen Bürogebäuden wurde der Energieverbrauch durch spezialisierte Fachberater detailliert untersucht. Es zeigte sich, dass in Bezug auf die Primärenergie (sowie die Kosten) der Stromverbrauch (70 bis 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr) die dominierende Größe ist. Im Durchschnitt liegt der Primärenergieverbrauch bei 500 kWh/qm im Jahr, allerdings mit großen Abweichungen nach oben und unten. Einzelkennwerte für Beleuchtung, Klimatisierung, Computer und sonstige Anwendungen zeigten eine große Bandbreite. Zugleich war es möglich, spezifische Hinweise für Einsparmöglichkeiten in Teilanwendungsbereichen von Strom in Höhe von mindestens 25 Prozent des Energieverbrauchs gezielt aufzuzeigen.

In einem von der EU geförderten Projekt sollen nun gemeinsam mit sieben europäischen Partnern diese Erfahrungen ausgetauscht werden, um im Jahr 2004 eine allgemein verwendbare Methode zur Analyse des Energieverbrauchs von bestehenden Bürogebäuden zu verbreiten. Ein weiteres Ziel dieses Projekts ist, die Einsparung von Strom mit der Bestellung von Strom aus erneuerbaren Energien zu verbinden.

Parallel zu diesen Projekten wurden regelmäßig Arbeitskreise für Betreiber von bestehenden und geplanten Bürogebäuden durchgeführt, um bei Neubau und Modernisierung Einsparpotentiale direkt in die Planung und Ausführung einzubeziehen. Dem "guten Klima" für energiesparende Bürogebäude ist es auch zu verdanken, dass mit den Neubauten der Helvetia-Versicherung und der Kreditanstalt für Wiederaufbau nunmehr zwei der energiesparendsten Bürogebäude Europas in Frankfurt stehen, bei denen Energieeinsparung, Kostensenkung beim Bau und guter Komfort für die Angestellten kombiniert sind. Hier liegt der Primärenergieverbrauch bei nur 100 bis 150 kWh/qm im Jahr.

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