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Auszubildene unterqualifiziert

Bildungsniveau sinkt

Viele Auszubildende sind aus Unternehmersicht unzureichend qualifiziert. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) ergab, beklagten rund ein Drittel (35,6 Prozent) der befragten 348 Unternehmer, dass sich das Bildungsniveau der Bewerber gegenüber dem Vorjahr verschlechtert habe. Lediglich 5,2 Prozent registrierten eine Verbesserung, so die im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "Impulse" Befragten. Vier von zehn Unternehmen (42,6 Prozent) hätten sich daher entschlossen, in diesem Jahr weniger oder gar keine Auszubildenden mehr einzustellen, hieß es.

Dies erkläre auch, warum derzeit noch rund 140.000 junge Leute eine Lehrstelle suchten, so die Auswertung. Zusätzlich führe das schlechte Bildungsniveau der Schulabgänger zu höheren Kosten in den Betrieben, da die Unternehmen mehr Zeit in die Ausbildung investieren müssten, schrieb das Blatt. So gaben mehr als drei Viertel der befragten Firmenchefs (78,7 Prozent) an, in diesem Jahr mehr Zeit aufwenden zu müssen, um das gesunkene Niveau der Azubis auszugleichen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) veranschlagten sogar mehr als zehn Prozent mehr Zeit. Als wichtigste Maßnahme zur Verbesserung des Schulwesens forderte rund jeder sechste Unternehmer mehr Leistungsanreize und Kontrollen bei den Lehrern. Jeder Zehnte wünscht sich mehr Wirtschaftskenntnisse und eine Begabtenförderung. Zudem müssten die Eltern stärker in die Pflicht genommen werden.

Währenddessen warnte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt vor einer weiteren Verschärfung der Lehrstellensituation durch eine Ausbildungsplatzabgabe. Dies würde dazu führen, dass sich Betriebe von der Ausbildung zurückziehen, die heute über den eigenen Bedarf ausbilden würden.

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