Blockiert Union wieder?
Verbraucherschützer fordern Ministerkonferenz und Verbraucherinformationsgesetz
Müller forderte die Einrichtung einer Verbraucherministerkonferenz von Bund und Ländern: "Das ist der Ort, an dem Frau Künast mit ihren Länderkollegen Verbesserungen für die Verbraucher aushandeln muss." Der vzbv begrüßte den Vorstoß der Unionsfraktion für eine unabhängige Verbraucherstiftung. Als ersten Schritt zu einer größeren Unabhängigkeit der Verbraucherberatung von den öffentlichen Haushalte verlangte er, zehn Prozent des Absatzfonds der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft für unabhängige Verbraucherinformation zur Verfügung zu stellen.
vzbv-Vorstand Müller forderte die Bundestagsfraktionen auf, ihren verbraucherpolitischen Grundsatzpapieren konkret spürbare Verbesserungen für die Verbraucher folgen zu lassen. Als Beispiele nannte sie die Absicherung privater Bauherren gegen die Folgen von Unternehmenskonkursen. "Im Interesse der Bauwirtschaft und des Bauhandwerks müssen wir endlich dafür sorgen, dass der Eigenheimbau nicht länger ein finanzielles Abenteuer ist", so die Verbandschefin. Sie begrüßte die Pläne der Union, die Unternehmen hier in die Pflicht zu nehmen. Auch bei Versicherungen und Finanzdienstleistungen sei eine bessere Information und Beratung der Verbraucher gefordert. "Ziel einer Reform der privaten Altersvorsorge und des Versicherungsrechts muss es sein, die volkswirtschaftlich schädliche Über-, Unter- und Fehlversorgung der Verbraucher mit Versicherungen in den Griff zu bekommen."
Mit Hinblick auf die anstehenden Verhandlungen über das Welthandelsrecht verlangte der vzbv eine klare Aussage der Bundesregierung, wie die Wahlfreiheit der europäischen Verbraucher verteidigt werden kann. "So muss zum Beispiel endlich Klarheit geschaffen werden, dass die Regeln der WTO einer Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel nicht entgegenstehehn."
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Am 22. Mai. 2003 unter:
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