Weltgesundheitsorganisation soll Datenbank erstellen
Billigere Hilfsaktionen durch Bericht zu Patenten auf Medikamente
Zudem ruft Ärzte ohne Grenzen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) auf, diese von Ärzte ohne Grenzen begonnene Arbeit fortzusetzen und eine nutzerfreundliche, öffentliche Datenbank anzulegen, die Informationen über die Patentsituation wichtiger Medikamente verständlich und transparent zur Verfügung stellt. Die betroffenen Länder sollen außerdem darin beraten werden, wie Patenthindernisse überwunden werden können. Sie sollten dabei auch technisch unterstützt werden.
"Patente sind gesellschaftspolitische Instrumente", sagte Ellen 't Hoen von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen. "Wenn Patente für Luxusgüter ausgestellt werden, steht kein Leben auf dem Spiel. Doch wenn es um pharmazeutische Produkte geht, dann muss der Schutz geistigen Eigentums abgewogen werden mit den Bedürfnissen der Menschen, deren Leben von Arzneimitteln abhängt."
Laut Ärzte ohne Grenzen werden die Patentgesetze der meisten ärmeren Länder noch immer nach dem Modell der reichen Länder erlassen. Doch in den Industrieländern würden Patente regelmäßig vor Gericht angezweifelt und in manchen Fällen dann für ungültig erklärt. In ärmeren Ländern würden die Patente hingegen in der Regel nicht angefochten.
"Ärmere Länder sollten nicht zögern, die Gültigkeit von Patenten in Frage zu stellen, so wie es bereits in Kenia und Thailand geschieht", so 't Hoen.
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Am 22. Mai. 2003 unter:
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