Bedrohte Haustiere

SARS soll Handel mit Zibetkatze eindämmen

Die Erreger der Lungenkrankheit SARS kommen eventuell von der Zibetkatze. Dieser in jüngsten Forschungen hergestellte Zusammenhang zwingt die chinesischen Behörden zu strikteren Maßnahmen, den Handel beziehungsweise den Konsum mit wild lebenden Tieren einzudämmen. Lokale Verwaltungen und NGOs wollen die gängige Praxis, die vom Aussterben bedrohten Tiere zu verkaufen und zu verzehren, stoppen. Bislang haben die zuständigen Behörden das Verbot ignoriert.

Besonders in der südchinesischen Provinz Guangdong zeige die Nachricht des Coronavirus-Nachweises in der Zibetkatze Wirkung. Einige Experten in Guangdong riefen die Regierung zum Verkaufsstopp auf. In Guangdong werden laut Angaben der Behörden jene, die absichtlich unter Schutz stehende Tiere konsumieren mit 1.205 Dollar bestraft. Die Strafe betrage damit mehr als der durchschnittliche Monatslohn der Einheimischen, berichtet China Daily.

In der an Hongkong grenzenden Sonderwirtschaftszone Shenzen werde in Kürze die erste Version einer Verordnung erwartet. Diese solle die Jagd nach den Tieren, sowie deren Kauf, Schlachtung und Konsum verbieten. Weiters rufen Experten dazu auf, Katzen, Hunde und andere Haustiere "human" zu behandeln. Viele hätten dem Bericht zufolge, die Tiere aus Angst vor SARS ausgesetzt. Den wissenschaftlichen Erkenntnissen nach sind Haustiere als Überträger der Krankheit aber auszuschließen.

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